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javascript:insertCode('http://my.myblog.de/acousticfuneral/img/headphone9.png','scale'); The Fray - You Found Me. Ab nun werde ich immer sagen, welches Lied ich gerade höre. Musik ist wichtig. Sie beeinflusst mich und meine Umwelt. Sie erzählt, wie ich mich gerade fühle. Melancholisch, irgendwie. Egal, komme ich nun zu dem eigentlichen Thema. Ich habe den ganzen Blog überarbeitet und werde die alten Posts löschen. Der Blog ist ... ein Neuanfang. Wie eine Art Tagebuch. Jeden Tag werde ich hier reinschreiben und euch erzählen, wie es mir ergangen ist. Ich werde euch erzählen, wie gestört ich wirklich bin, denn verdammt nochmal, ich bin gestört, so richtig sehr. Ich habe noch nie großartig darüber nachgedacht, wenn ich angefangen habe, zu schreiben. Meine Finger flossen über die Tasten und immer dachte ich, das wäre normal. Als würde man sich den Frust von der Seele schreiben. Im Moment geht es mir gut. Ich fühle mich erleichtert und fange an, mich zu entspannen. Es ist Samstag. Der 18. September. Ich habe mir viel von diesem Tag verprochen. Ich bin ein Mensch, der gerne etwas unternimmt und Spaß an der Sache hat. Aber irgendwie bin ich auch eingeschüchtert. Ich denke, dass ich vieles einfach zu sehr überstürze. Dabei will ich doch nur keine Fehler machen. Kann man das nachvollziehen? Ich kann es nicht. Ich hasse meine Denkweise. OKay, der Tag fing okay an. Ich stehe um 8 Uhr 15 auf, dusche mich, ziehe mich an, schminke mich, trage leichtes Vanille-Parfum auf, fahre mit der Hand durch meine Locken und gehe zusammen mit meinem Stiefvater zu meiner Oma. Wir frühstücken, als würde es uns gut gehen. Aber uns geht es nicht gut. Ich bleibe bis 9 Uhr 50 da und verlange dann, in die Stadt gefahren zu werden. Mein Stiefvater nickt, wir fahren in die Stadt, er lässt mich am Hauptbahnhof raus, drückt mir vorher ein paar Geldscheine in die Hand und dann stehe ich da. Die Menschen rennen praktisch an mir vorbei, ab und zu stößt mich jemand an, doch ich realisiere es nicht. Mir wird klar, wie kalt es hier eigentlich ist. Die Kälte des Bodens kriecht an mir hoch, während ich die kühle, und irgendwie freundliche Distanz der Menschen beobachte. Doch ich habe nicht viel Zeit, muss mich beeilen, bevor die Läden mit dutzenden gierigen Menschen gefüllt sind. Ich muss als erste diese Hose anprobieren und muss als erste in diese Schuhe schlüpfen. Ich brauche gut eine Stunde, habe zwei neue Hosen, einen Cardigan, eine Strumpfhose und einen Blumenschal in vier verschiedenen Taschen und irgendwie bin ich glücklich. Mir gefallen die neuen Sachen und hoffe, dass meine Mutter es ebenfalls anerkennen wird. Ich will es so sehr. Ich brauche diese Anerkennung meiner Mutter. Ich will, dass sie über mich lächelt und sagt, dass ich das gut gemacht hätte. Ich will, dass sie mir vielleicht über die Wange streicht. Einfach eine Geste, die mir zeigt, dass ich Willkommen bin. Ich hetze zum Bus. Den um 12:05 will ich noch bekommen, denke ich mir und hetze wie eine Bekloppte durch die Innenstadt. Ich komme rechtzeitig an, der Busfahrer öffnet mir nochmal die Türen, ich versuche, ihn anzulächeln, ernte einen kühlen, abschätzenden Blick von ihm und bahne mir dann den Weg zu einem freien Platz. Ich lasse mich langsam sinken und höre den Gesprächen um mich herum zu. Zuneigung. Ich höre und spüre es. Eine Gänsehaut überkommt mich, als ich bemerke, dass es mir fehlt. Wo ist die Liebe, die ICH brauche? - Das war's, der erste Tag ist vorbei. javascript:insertCode('http://my.myblog.de/acousticfuneral/img/smile1.png','scale'); javascript:insertCode('http://my.myblog.de/acousticfuneral/img/pfeil9.png','scale'; Schreibt mir. javascript:insertCode('http://my.myblog.de/acousticfuneral/img/brief1.png','scale');
18.9.10 22:26


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Wer kann, der kann. ICH KANN NICHT.

Ich kann es wirklich nicht. Nein, es geht einfach nicht. Ich habe genug Freunde. Nicht tausende, aber dafür vielleicht zehn, auf die ich zählen kann, die ich liebe. Wo ich weiß, dass sie für mich da sind. Der Rest? Bekanntschaften. Ich habe kein Problem damit, Leute kennenzulernen. Ich gehe auf sie zu und rede mit ihnen. Bin nicht voreingenommen. Und dann..steht er da. Einfach so. Meistens lehnt er irgendwo an der Wand, um ihn herum mehrere Menschen. Es geht nicht. Ich kann nicht einfach dorthin gehen, Hallo sagen, mit ihm reden. Er kennt mich. Ich kenne ihn. Er sagt mir öfters "Hallo", umarmt mich. Reicht mir das? Nicht im geringsten. Will ihn um mich haben. Immer. Jede Sekunde. Mein bester Freund ist gut mit ihm befreundet. Ich wittere immer wieder eine Chance. Er nimmt mich mit zu ihm. Jede Pause. Ich kann nicht reden. Gestern-ja, es war gestern-da hat er mich umarmt, sich bedankt, für das kleine Geschenk, welches L. und ich ihm machten. Er hat sich gefreut. Gesagt, dass es süß und lieb von mir war. War es das? Ja. Ich freute mich. Wirklich. Was war heute? Nichts. Ich war bei ihm in der Klasse. Ich konnte es nicht. Ich konnte mich nicht zu ihm drehen, ihm Hallo sagen, meine Arme für wenige, schöne Sekunden um ihn legen. Ich will ihn nochmal riechen. Nur kurz. Nur kurz seine Stimme hören. Nur kurz ... anfassen. Spüren. Ja, das will ich. Aber es geht nicht. Es nervt mich. Wieso bin ich so? Ich kann nicht. Nichtsnutz. http://img11.myimg.de/6287625689a40aafa54ofbb07.jpg
9.9.10 20:41


ignorance

Engstirnigkeit. Wieviele besitzen sie? Wer ist alles engstirnig, wer lebt nach diesem Schema?
Ich bin abgeneigt von den Menschen, die engstirnig sind, die Vorurteile haben - aber bin ich es nicht selbst?
Nehmen wir einfach mal an, meine Familie trifft sich mit einem Ex-Knacki. Ist man da nicht direkt abgeneigt? Hat man nicht direkt Vorurteile? Er war im Knast - er ist schlecht. Vielleicht war er zu dem Zeitpunkt, als er die Tat begann, ein ganz anderer Mensch? Anderes Beispiel. Dir läuft ein ungepflegter Mensch über den Weg. Kaum Klamotten am Leib, die vernünftig aussehen. Drei-Monats-Bart. Du schaust angeekelt weg. Vorurteil. Du denkst, dass der Mensch asi ist. Wieso ist er asi? Vielleicht ist er auch einfach nur arm dran.
Ich bin ehrlich - auch ich habe diese gewissen Vorurteile ... und es veranlasst mich dazu, abgeneigt zu sein. Von mir selbst. Ist das dumm? Es ist paradox. Dumm. Ich weiß es nicht. Ich will diese Eigenschaften nicht mehr haben, sie ekeln mich an, sie nerven mich. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Ich weiß aber, dass ich es will. Diesmal zählt nicht nur der Wille. Ich sitze hier mit zusammen gekniffen Augen und schreibe diesen Text. An wen eigentlich? An niemanden, um genau zu sein. Ich bin wütend. Auf mich, auf diesen Text, auf die Engstirnigkeit. Auf alle Vorurteile dieser Welt. Auf die Menschen. Es hört sich dumm an - bin ich dumm? Es wäre mir egal. Diesen Mist muss ich mir von der Seele schreiben. Wenn ich denn überhaupt eine habe.
30.7.10 01:48


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